Paradoxer BlowJob

Lange haben wir in dieser Nacht wieder ausgehalten und trotz Schule, trotz der laufenden Woche tun mir die Treffen richtig gut und euch ebenso. Reden, von Gefühlen freimachen, dabei von den gängigen Dingen abschalten und das Leben soweit es geht ausblenden. Manchmal will man einfach nur leben und die Kindheit in einen Schrank sperren, doch auch Schränke können furchteinflößend sein, das habe ich kennengelernt und Monstern lauern oftmals in und nicht außerhalb solcher Schränke. Vor Dad versteckt, vor seiner spontanen Aggression bin ich noch ab und an das kleine schwache Mädchen, das ich in mir fürchte, zurückdrängen möchte damit es mich in Frieden läßt. Dann bin ich wieder elf Jahre alt, wieder klein, blaß, dünn und die Tage sind angefüllt von explosiver Grausamkeit. Irgendwann schaltet sich die menschliche Gleichgültigkeit ein, man wird abgestumpft gegen Anfeindungen, Anschuldigungen, gegen Gewalt und Demütigung. Das habe ich kennengelernt als Mum uns aus unentschuldbaren egoistischen Motiven im Stich ließ (sicher war ich auch ein Grund, hat sie oft genug erwähnt, was für ein Unfall ich in ihrem Leben bin) und für mich, die ich ihr eigentlich am Herzen liegen sollte, gab es kein Entkommen weswegen ich Dads Vorwürfe, ich sei eine Hure wie sie, runterschluckte und ertrug -, wie Blut, Schweiß, Tränen und Prügel. Wenn junge Mädchen geschlagen werden geht etwas zu Bruch, den Knacks habe ich gespürt und auch gehört.

Tränen können einen stören, man weint eben, das ist leider so und nasse Kissen gehören in ein Kinderzimmer wie die Feuchtigkeit zwischen den Beinen. Alles hat seinen Grund! Und wenn ich dann die Sonne durch die Wolken blitzen sehe, das Glück von Yui und Amy, wird mir warm ums Herz, auch wenn ich auf Leslie und Zhara schiele, dann weis ich, daß Liebe möglich ist, sie auch Grenzen überwinden kann. Um ehrlich zu sein habe ich viel mehr Angst um meine Liebsten als um mich selber und weis, ihnen ergeht es ebenso weil niemand in eine harmonische Familie hineingeboren worden ist. Ob zu überspannte konservative Regeln wie bei Yui und Amy oder die moralische Voreingenommenheit wie sie bei Leslie und Zharas Eltern eine übergewichtige Rolle spielen. Gleichgültigkeit fürchte ich, auch subjektive Destruktion, die immer dann eintritt wenn ich mit den Gedanken spiele meine Pillen zu benutzen, doch Antidepressiva helfen nicht wirklich sondern legen bloß einen schleierhaften Nebel über die Sinne. Auch die Wirkung eines Joints vergeht und am Ende steht man wieder in Klarheit da.

Vielleicht habe ich deswegen diesem Jungen heute einen geblasen weil ich ausblenden wollte, mich auf andere Gedanken bringen, und fatalerweise hieß er auch noch Marc -, als ob ich mit meiner Vergangenheit konfrontiert werde -, doch es ist egal, mir war es egal. Seinen Schwanz im Mund haben, zwischen der „Deutschstunde“ und der Großen Pause wollte ich mir zumindest ein anfängliches Gefühl von Macht zurückgeben, hier habe ich die Kontrolle, hier kann ich das Tempo bestimmen, die Zügel in Händen halten oder besser seinen erigierten Schwanz. Wenn er stöhnt, sich aufbäumt, ich den Druck erhöhe oder auch sinken lasse, dann liegt es an mir, ob er in seinem Willen, seinen Orgasmus aufgeht oder ich ihn wieder fallen lasse. Marc war kein Frühzünder, solch Fälle hatte ich auch schon, die schon abspritzten sobald ich kurz Hand anlegte oder mit den befeuchteten Lippen über die Vorhaut und Eichel ging, und leider bin ich seit dem Wochenende noch immer in diesem dumpfen Gewirr gefangen. Ob es mir gefallen hat, kann ich leider nicht sagen, selbst als ich hinterher in die Toilette und später ins Waschbecken spuckte bevor ich mir den Mund gründlich ausspülte und ein Bonbon nahm, wußte ich nicht vom wirklichen oder unwirklichen Geschmack zu unterscheiden. Marc war zufrieden, er war befriedigt und das kleine Machtspiel um Willen, Gefügigkeit ließ mich zwar wissen: in gewissen Bereichen kann ich das Tempo des Lebens bestimmen aber eben nur begrenzt. Selbst jetzt noch höre ich seine Laute, langsam, tief und wie er sich gegen die Rückwand preßte und mühte als ich seinen Schaft bearbeitete und in Gedanken woanders war.

Ob es Shelley heute ebenso ergangen ist? Sie hat mir nur gesagt, daß Felix aus der 12ten schon nach einigen Sekunden in ihrem Mund gekommen ist, was wieder mal beweist, Alter ist nicht alles -, Marc war gerade mal 16 Jahre. Ariel hat in der „Großen Pausen“ die Lehrerkabine im Sportbereich für einen Quickie aufgesucht, jemand aus der Oberstufe, ich hab nicht nachgefragt und sie meinte nur, wenn Victor es kann, kann sie es schon längst. Sie ist zwar schon über ihn hinweg, das Wochenende liegt Tage zurück und es wird auch wieder ein neues Wochenende kommen. Kurz überlegte ich, ob ich nach der Schule auch einfach mit jemanden mitgehen sollte, es ließe sich sicher ein bereitwilliger Kandidat für Sex-nach-der-Schule finden, aber ich war zu niedergeschlagen -, jetzt bereue ich es. Wer weis, der Tag ist noch am Laufen. Im Nachhinein, dies bereitet mir ebenso Furcht, weis ich gar nicht mehr, ob ich mir durch solch impulsive Eskalationen nicht mehr Leben einrede als vorhanden ist? In den Abendstunden sehe ich das Mädchen im Spiegel und in den grünen Augen flackert nur mattes Licht. Hallo, will ich rufen, leise und dann immer lauter!

 

Diesen Eintrag werdet ihr sicher erst heute Abend lesen,
wir treffen uns ja gleich, hab mich nur umgezogen,

und da heute die Sonne scheint, nehme ich es
als gutes helles Zeichen für Nachmittagsglück her!
 

ICH HAB EUCH LIEB!
Ohne euch wäre ich verloren in der Welt!

 

Zoey-Belle

 

P.S. Bin auf meinem tumblr-account nebenbei noch immer am Rekonstruieren des Wochenendes dabei

19.5.17 13:11

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